So heißt ein Buch von Doris Dörrie, in dem sie anleitet, die eigene Lebensgeschichten zu schreiben.

Darin schreibt sie selbst wunderbare kleine Geschichten und rät:

Der Schlüssel zum Schreiben ist, nicht nachzudenken, um die Inspiration nicht zu unterbrechen, Probier es aus. Schreib los. Jetzt!

Dafür drei Regeln:

1. Schreib zehn Minuten ohne Pause. Am besten mit der Hand. Laß Dich treiben.
2. Denk nicht nach. (Wenn man zu viel nachdenkt, hört man prompt auf zu schreiben.) 
3. Kontrollier nicht, was du schreibst,. Mach Schreibfehler, Grammatikfehler, schreib Blödsinn.

Ich habe nicht sofort angefangen. Erst einmal habe ich ein paar Abende in ihrem Buch gelesen. Aber jetzt geht es los.

Verloren gehen

Meine Mutter hat mich im Kaufhof verloren. Oder ich habe sie verloren. Ich laufe nur um einen Kleiderständer herum, dass sie mich nicht sieht und schon ist sie weg. Ich laufe in die andere Richtung, aber da ist sie auch nicht. Ich suche und suche und finde sie nicht. Ich bin verzweifelt. Ohne sie werde…

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Erinnerungen: Kleidungsstücke

Ganz, ganz, ganz früher haben wir noch Leibchen getragen. So klein ich war, erkannte ich die Schmach: als Junge ein Leibchen tragen. Als Junge! An Strapsen wurden mit einem Pfennig – weil der ursprüngliche Knopf meist verloren gegangen war – lange Strümpfe befestigt. Ich hasste lange Strümpfe. Mein einziges Glück war, dass ich nicht wie…

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Erinnerungen: Essen, Krank sein

Beim Essen saßen wir immer um den großen Tisch in der Küche, Mutti am Kopfende, dann neben ihr Vati, dann die Kinder, nach Alter geordnet. „Nicht mal beim Essen kann man in Ruhe Nachrichten hören“, sagte mein Vater manchmal, der eigentlich am Tisch fast nie etwas sagte, stand auf und schleifte sein Messer unten am…

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Erinnerungen: Zimmer, Hof, Gärtchen

Die ersten Erinnerungen sind die an die beiden Zimmer, in denen wir zuerst wohnten. „Hausten“ muss man eher sagen. Zwei kleine Zimmer, eine klitzekleine Küche mit wohl nicht mehr als 2 m² und ein kleines Klo. Zwei Erwachsene und zwei Kinder, kann sein, dass wir so auch noch wohnten, als mein Bruder schon auf die…

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Erinnerungen: Kinderbuch, Möbel…

Als Kind habe ich alles gelesen, was ich in die Finger bekam. Wirklich alles. Zeitungen, Werbezettel, Flaschenetiketten und natürlich Bücher. Mein liebstes „Kinderbuch“ war das Neue Universum. Das war ein dicker Wälzer, jedes Jahr neu. Ganz unterschiedliche Geschichten waren da drin. Abenteuergeschichten aus der ganzen Welt. Von einem „Hobo“, der auf dem Dach eines Zuges…

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Erinnerungen: Haut, Pickel, Rassismus

Ich erinnere mich, dass ich als Kind jeden Sommer einen furchtbaren Sonnenbrand hatte und hohes Fieber bekam. Sonnenöl gab es nur mit geringer Wirkung und war viel zu teuer. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich immer, wenn ich aus dem Wasser komme, sofort ein T-Shirt anziehen muss. Ich war sehr stolz darauf keine Pickel…

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